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Verstärkungsarbeiten der Deckenfelder im Flachbau - Philipsgebäude am Wienerberg - Wien, Österreich

Tragwerkverstärkung

Verstärkungsarbeiten der Deckenfelder im Flachbau - Philipsgebäude am Wienerberg - Wien, Österreich

Thema 
Verstärkungsarbeiten der Deckenfelder im Flachbau
Objekt 
Philipsgebäude am Wienerberg
Ort 
Wien
Bundesland 
Wien
Land 
Österreich
Datum 
2016

Situation

Das zwischen 1962 und 1964 von Herrn Architekt Karl Schwanzer geplante und errichtete Gebäude an der Triester Strasse wird generalsaniert. Österreichs erstes Spannbetonbauwerk ist einer der bedeutensten Bauten der Nachkriegsmoderne in Wien. Architekt Karl Schwanzer bildete das gesamte Haus als Brückenbauwerk aus, das wie ein Bücherregal auf vier Stehern ruht. Während das 13-stöckige Hochhaus bewohnt wird, soll das dreigeschossige Sockelgebäude (Flachbau) für Gewerbe genutzt werden. In den beiden unteren Stockwerken werden sich diverse Nahversorger sowie eine Apotheke ansiedeln. Im dritten Stock soll ein Fitnesscenter einziehen. Wegen Änderungen der Widmung in diesem Bereich auf q=5,0 kN/m² bzw. 7,5 kN/m² müssen verschiedene nachträgliche Verstärkungen mittels CFK Lamellen, Stahllaschen bzw. C-Sheets an den Trägern und Deckenfeldern im EG (ehem. KG) und 1.OG (ehem. EG) durchgeführt werden. Im 1.Abschnitt (Beginn Herbst 2016) wurden bereits fast alle Deckenfelder im Flachbau (EG, 1.OG) ertüchtigt, wobei die restlichen Abschnitte für das Frühjahr 2017 geplant sind.

Lösung

Die Ertüchtigung der Deckenfelder konnte nach diversen Untergrundvorbereitungsarbeiten durch das ausführende Unternehmen KBB/MEISSL (Korossionsschutz, Trockenstrahlverfahren etc.) planmäßig durchgeführt werden (www.kbbmeissl.at) Es konnten bei allen bereits fertiggestellten Deckenfeldern im EG. und 1.OG der gleiche Lamellentyp, lediglich der Lamellenabstand (e=max. 33cm) wurde an die Lastsituation angepasst, appliziert werden. Die Haftzugsmessungen ergaben einen mittleren Wert von fctm,surf = 2,5 N/mm². Die Angaben zum Querschnitt und vorh. Bewehrung wurden den Bestandsplänen entnommen. Die bis dato angetroffenen Planangaben passen sehr gut mit dem Bestand überein. Die Montage der Lamellen erfolgte im entlasteten Zustand (d.h. keine Nutzlast bzw. Fussbodenaufbauten).
Allg.: Der Biegezugnachweis wird am maximalen Moment geführt. Die erhöhte Querkraft wird aus der Differenz zum Bestand ergänzt.
Die statische Nachweisführung (Schnittgrössen etc.) für die FRP Ertüchtigung wird durch die Werner Consult Ziviltechniker GmbH erbracht. (www.wernerconsult.at)

Die Bemessung der CFK Lamellen erfolgt von S&P Austria mit dem Bemessungsprogramm S&P FRP Lamella 5.5.2(3) gemäß a.b.Z. Z‐36.12‐86 für aufgeklebte Lamellen.

Material

ca. 5.600m S&P C-Laminate (oberflächig geklebt) der Type 80/1,4 - SM (150/2000), schlaff appliziert.

Bildergalerie

  • Südansicht PHILIPS - 07/2016

  • Bestand Träger und Deckenfelder 1.OG - Clemens-Holzmeister-Straße

  • Bestand Träger und Deckenfelder 1.OG und 2.OG - Südseite

  • Freilegen, hinterschneiden, Demontage (Stahleinbauteile, Aufhängungen etc.) und Aufbringen eines Korrosionsschutzes (blau) 

  • Verlegung der S&P C-Laminate (oberflächig geklebt) im Abstand von 33cm 1.OG - Triester Strasse

  • Verlegung der S&P C-Laminate (oberflächig geklebt) im Abstand von 30cm 1.OG - Südseite

  • Verlegung der S&P C-Laminate (oberflächig geklebt) im EG - Clemens-Holzmeister-Straße

  • Übersicht Deckenfelder 1.OG

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